Aus Giessen in die Welt

Andreas Tichay

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Langzeitauswirkung von Schüben auf die Gehfähigkeit bei MS

Großangelegte kanadische Untersuchung

13.11.09 | Es ist wissenschaftlich erwiesen, das 85 Prozent aller Menschen mit MS mit einem schubförmig-remittierenden Krankheitsverlauf beginnen und dass die Mehrheit später in einen chronisch-progredienten Verlauf übergeht. Ein Schub ist definiert als Verschlechterung bestehender Symptome für mindestens 24 Stunden, ohne dass Fieber und/oder eine Infektion vorliegen. Weil die schubbedingten Verschlechterungen sehr häufig nach einigen Wochen wieder vergehen oder sich deutlich zurückbilden, ist es nicht klar, welchen Anteil MS-Schübe an der Behinderungszunahme haben und welche Rolle die Krankheitsprogression an sich dabei spielt.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Tremlett, British Columbia, Kanada, hat zur Erforschung dieser Fragestellung die Krankenakten von insgesamt 2477 MS-Patienten ausgewertet. Der dokumentierte Zeitraum pro Patient betrug im Durchschnitt 20 Jahre, die Zahl der dokumentierten Schübe lag bei 11722. Die Wissenschaftler kamen zu spannenden Ergebnissen:

Diejenige Patienten, die innerhalb der ersten fünf Jahre nach Diagnosestellung einen (oder mehrere) Schübe hatten, hatten ein fast doppelt so hohes Risiko (eine statistische Größe, die nicht auf den Einzelfall zutreffen muss), bis fünf Jahre nach Diagnosestellung eine Gehhilfe (Stock) zu benötigen.
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Schweinegrippe und MS

Das Thema „Schweinegrippe“ beschäftigt momentan wie kaum ein anderes die Republik. Auch die MS-Erkrankten.  Impfen oder nicht impfen, das ist die Frage, die viele in diesen Tagen umtreibt. Anders als der millionenfach erprobte Impfstoff gegen die saisonale Grippe (Influenza) handelt es sich bei den seit kurzem verfügbaren Impfstoffen gegen das A/H1N1-Virus (Auslöser der Schweinegrippe) um wenig getestete, im Schnellverfahren zugelassene Substanzen mit kaum klinischer Erfahrung.

Inzwischen verunsichern erste Presseberichte von teilweise schweren Nebenwirkungen und erschweren die Entscheidung für oder gegen eine Impfung.
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Erfahrung mit Betaferon und Antibiotika

Hatte mir eine starke Erkältung eingeheimst. Meine Ärztin hatte mr Antibiotika verschrieben, das sich auch mit meinen Spastiktabletten (Baclofen und Mydocalm) vertragen hat. Nur eins ist nicht bedacht worden, das ich auch alle 2 Tage Betaferon spritzen muß. Denn dies hat sich absolut nicht vertragen. Ich konnte plözlich nicht mehr laufen. Es hat fast einen ganzen Tag gedauert, bis ich wieder gehen konnte. Fazit: Antibiotika wieder abgesetzt und Erkältung so auskuriert.

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