Aus Giessen in die Welt

Andreas Tichay

Neue Behandlungsansätze bei Patienten mit Multipler Sklerose

Durch die Stimulation einzelner Axone sollen künftig die motorischen Fähigkeiten der MS-Patienten verbessert und langfristig die Krankheit selbst behandelt werden, wenn es nach den Forschungsergebnissen der Monash University in Melbourne geht. Der Grundstein ist gelegt, um die Forschungsarbeit an Krankheiten wie Multipler Sklerose voranzutreiben.
Die neuen Forschungsergebnisse der Monash University in Melbourne belegen, dass die Stimulation von Nervenzellen im Gehirn zur aktiven Entwicklung von Myelin führen kann. Myelin führt zu einer beschleunigten Reizweiterleitung und wird bei Krankheiten wie etwa Multipler Sklerose verringert. Die Studie, veröffentlicht im Nature Communications Journal, hat zum ersten Mal aufgedeckt, dass das Aktivieren individueller Nervenzellen im Gehirn von Mäusen zur Myelinisierung der zuvor „nackten“ Axone führen kann. Darüber hinaus wird das Myelin dicker, was zur schnelleren und effizienteren Signalübertragung führt.
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Multiple Sklerose: Cholesterin-Kristalle verhindern Reparatur im Zentralnervensystem

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, bei der Immunzellen fettreiche Myelinscheiden der Nervenfasern abbauen. Der Wiederaufbau intakter Myelinscheiden ist notwendig, damit sich Patienten von ihren Behinderungen erholen. Aber das Regenerationsvermögen nimmt mit dem Alter ab. In „Science“ liefert ein Team der Technischen Universität München eine mögliche Erklärung: Fettmoleküle aus der Myelinscheide, die nicht rasch aus Fresszellen abtransportiert werden, können chronische Entzündungen auslösen. Dies verhindert den Wiederaufbau der Myelinhüllen. Zudem beschreibt das Team Zellen, die nur dann erscheinen, wenn eine Myelinscheide entsteht.
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Methode zur Beschleunigung der Reifung von Stammzellen in Nervenzellen entdeckt

Nervenzellen oder Neurone aus Stammzellen zu generieren ist eine Methode, die noch in den Kinderschuhen steckt. Einen vielversprechenden Ansatz, wie sich Stammzellen in Nervenzellen differenzieren lassen, haben jetzt Wissenschaftler der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) entdeckt. Sie sind sogar in der Lage, den Reifungsprozess zu beschleunigen. Dazu verwenden sie ein zu 90% aus Wasser bestehendes Hydrogel, das als Gerüst für künstliches Hirngewebe dient und die Entwicklung von Nervenzellen begünstigt. In einem zukünftigen Schritt wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie sich dieses Biomaterial auf Hydrogelbasis in zerstörte Hirnregionen injizieren und dort neue Nervenzellen entstehen lässt. Von den neuen Erkenntnissen könnten langfristig von einem Schlaganfall Betroffene oder Menschen mit einer neurodegenerativen Erkrankung profitieren.
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Merck erhält positive Stellungnahme des CHMP für Cladribin-Tabletten zur Behandlung schubförmiger Multipler Sklerose

Cladribin-Tabletten sind ein Prüfpräparat, für das bei oraler Verabreichung an maximal 20 Tagen innerhalb eines Behandlungszeitraums von 2 Jahren eine bis zu 4-jährige Krankheitskontrolle in Studien belegt ist
Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat bekannt gegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die beantragte Zulassung von Cladribin-Tabletten (vorgeschlagener Handelsname MAVENCLAD™) für die Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose (MS) bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität positiv beurteilt hat.
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