Zusatznutzen von Fampridin ist nicht belegt
Hersteller legt keine verwertbaren Studiendaten zur zweckmäßigen Vergleichstherapie vor
Fampridin (Handelsname Fampyra®) ist seit Juli 2011 in Deutschland für Patientinnen und Patienten zugelassen, die als Folge einer Multiplen Sklerose (MS), eine Gehbehinderung höheren Grades haben (Grad 4-7 auf der EDSS-Behinderungsskala). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach gibt es keine Belege für einen Zusatznutzen. Denn der Hersteller hat in seinem Dossier keine verwertbaren Studiendaten für einen Vergleich von Fampridin mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vorgelegt.
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Cortisol, Depressivität und neurologische Behinderung bei früher MS
Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA) ist eine zentrale Instanz im Hormonhaushalt des Menschen. Sie ist unter anderem für die Ausschüttung von Cortisol, dem körpereigenen Cortison, zuständig und unterliegt tageszeitlich bedingten Schwankungen. Es gibt Hinweise auf eine überaktive HPA im frühen Stadium der Multiplen Sklerose (MS), also chronisch zu viel Cortisol produziert wird, und es wird angenommen, dass dies einen Einfluss auf das Fortschreiten der Erkrankung hat. Gleichzeitig stehen depressive Symptome in Zusammenhang mit erhöhten Cortisol-Spiegeln. Es ist bis heute jedoch wenig bekannt über die wechselseitige Beziehung zwischen depressiven Symptomen und HPA-Anomalien im tageszeitlichen Verlauf.
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Kamillus Klinik in Asbach
Ich war vom 28.03.12 – 03.04.12 in der Kamillus Klinik in Asbach, ursprünglich wegen meiner Spastik. Dort haben sie aber über die Kernspintomographie wieder Entzündungen im Kopf festgeastellt. Also bekam ich wieder 5 Tage lang die volle Dröhnung Kortison (5 x 1000). In dieser Klinik hatte ich mich wirklich aufgehoben gefühlt. Das Personal war wirklich echt freundlich und zuvorkommend. Es gab sogar Wireless Internet, wenn man Telefon gemietet hatte, war das umsonst. Das Essen war sehr gut. Fernsehen und Telefon konnte man sich mieten. Gut das mit dem Fernsehen war etwas sagen mir mal so: doof. Die Programmwahl ging über das Telefon und der Ton über Kopfhörer. Hatte der Nachbar kein Telefon und keinen Kopfhörer, so ist er geleimt. Bild ja, aber keinen Ton. Ich hatte aber beides, weil ich mir das gemietet hatte (Telefon und Fernseher). Ich kann aber mit ruhigem Gewissen die Klinik für MSler empfehlen. Die Ärzte sind nämlich auch sehr gut
Regulatorischer Schlüssel der Myelinbildung im zentralen Nervensystem gefunden
Mainzer Wissenschaftler haben einen Mechanismus identifiziert, der eine wichtige Rolle bei der Bildung von Myelin im zentralen Nervensystem spielt. Myelin beschleunigt die Reizweiterleitung im Gehirn, indem es die Fortsätze der Nervenzellen, die Axone, umgibt und diese somit isoliert – vergleichbar mit der Plastikisolierung eines Kabels. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler um Dr. Robin White vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz und Univ.-Prof. Dr. Jacqueline Trotter, Leiterin der Abteilung Molekulare Zellbiologie/Biologie für Mediziner am Fachbereich Biologie der JGU Mainz, in der Zeitschrift Journal of Biological Chemistry veröffentlicht.
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Multiple Sklerose: beschädigtes Myelin ist nicht der Auslöser
Schäden im Myelin von Gehirn und Rückenmark führen nicht zur Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS). Diesen Nachweis erbringen Neuroimmunologen der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit Forschern aus Berlin, Leipzig, Mainz und München. In der aktuellen Ausgabe von «Nature Neuroscience» verwerfen sie damit eine gängige Hypothese zur Entstehung von MS. Nun suchen die Wissenschaftler die Ursache für die Entwicklung von MS vor allem im Immunsystem und nicht mehr im Zentralnervensystem.
Millionen Erwachsene leiden an der unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose (MS). Als relativ gesichert gilt, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist, bei der körpereigene Abwehrzellen das Myelin in Gehirn und Rückenmark angreifen. Dieses Myelin umhüllt die Nervenzellen und ist wichtig für deren Funktion, Reize als elektrische Signale weiterzuleiten. Zur Entwicklung einer MS existieren zahlreiche ungesicherte Hypothesen. Eine davon verwerfen nun die Neuroimmunologen in ihrer aktuellen Arbeit: Sterbende Oligodendrozyten, wie die Myelin-bildenden Zellen genannt werden, lösen MS nicht aus.
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